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Wandern auf Suworow's Spuren

  Wanderrouten Gebiet Biel-Kinzig

Routenbeschreibung
Die Wanderungen können im Tal an zwei Orten in Angriff genommen werden. Einerseits bei der Post- und Bushaltestelle Brügg in Bürglen und anderseits vor der Posthaltestelle Witerschwanden.

Empfehlenswert aber ist diese mühselige Wegstrecke mit der Luftseilbahn der Kinzig AG zu bewältigen, welche die Sonnenterrasse Biel 1634 m.ü.M in nur 15 Minuten von Brügg-Bürglen erreicht. Hier lohnt es sich, eine längere Pause einzuschalten und die einzigartige Rundsicht vom Clariden bis zum Urirotstock zu geniessen.

Für feines Essen sowie Zimmer und Touristenlager zu günstigen Preisen empfehlen sich:

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Berggasthaus Biel (direkt neben der Luftseilbahn) bietet im Suworowjahr 1999 ein spezielles Suworow-Angebot mit Rundreisebillet, Übernachtung und einem original russischen Nachtessen. Dienstag Ruhetag.
Tel. 041-870.25.44 Fax 041-870.76.99
gisler@bielkinzig.ch www.bielkinzig.ch


Die Wanderung führt vom Biel über einen Kartenhohlweg Richtung Wissenboden auf die Chinzig Chulm, wo eine Kapelle steht sowie eine neue Schutzhütte errichtet wurde. Ab hier bestehen erneut zwei Möglichkeiten, die Wanderung Richtung Muotathal fortzusetzen. Der Weg über Seenalp vorbei am schönen Bergsee ist empfehlenswert. Der andere Weg führt über die Alp Chinzertal.
Von Lipplisbüel kann die Wanderung direkt über einen neuen Bachsteg nach Hinterthal oder auf der dafür markierten historischen Route gemacht werden.
Die Bergwanderung kann thematisch mit einem Besuch des Suworow-Denkmals beim Kloster Muotathal abgerundet werden.

PS: Die Wanderung ist auch in der Gegenrichtung zu empfehlen.

Geschichtliches
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts mussten sich die Eidgenossen dem französischen Feldherrn Napoleon Bonaparte unterwerfen. Im Jahre 1799 versuchten vor allem die Russen, den französischen Herrscher und sein mächtiges Heer zu besiegen. Der russische General Suworow stiess nach siegreichen Gefechten in Oberitalien am 24. September 1799 gegen den Gotthard vor, um sich mit Truppen vor Zürich zu vereinen. Nach harten Kämpfen in der Schöllenen erreichte er zwei Tage später den Urner Hauptort Altdorf. Dort aber gab es kein Weiterkommen, da die Franzosen alle Schiffe von Flüelen hatten wegbringen lassen. Aus diesem Grund befahl der General am 27. September 1799 seinen Truppen den Abmarsch nach Bürglen und weiter über den Chinzigpass Richtung Muotathal. Das 22'000-Mann starke Heer kroch wie eine ungeheure Raupe bei Regen und Schnee auf die 2073m hohe Chinzig Chulm.
Die erschöpften Soldaten mussten vom Muotathal noch weiter über den Pragel- und Panixerpass marschieren, da der Weg nach Zürich auch hier abgeschnitten war. Die Truppen mit lediglich 14'000 Überlebenden verliessen am 11. Oktober 1799 auf dem Weg über Ilonas und Chur, zur österreichischen Grenze, die Schweiz.